Bienengarnelen

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Die Bienengarnele

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  • Grösse: 3-3,5 cm
  • Gesamthärte: optimal GH 5-6
  • Karbonathärte: optimal KH 0-1
  • PH Wert: 5,5-6,7
  • Temperatur: 18-24°C

Die Bienengarnele erreicht ein Alter von etwa 2 Jahren. Ihre Grösse beträgt ungefähr 3-3,5cm wobei die Männchen kleiner und schlanker bleiben.
Sie ist absolut friedlich und mag Gesellschaft, da sie ein Gruppentier ist. Eine Vergesellschaftung mit Fischen, die den Tieren nicht nachstellen, ist problemlos möglich.
Becken:
Die Bienengarnele kann in ziemlich kleinen Aquarien gehalten werden da sie nicht viel Platz benötigt. Ich empfehle jedoch immer eine Mindestgrösse von 54 Liter, da man die Wasserqualität dort stabiler halten kann.
Der Bodengrund kann aus Sand oder Kies bestehen wobei der Kies nicht zu grob sein sollte, da sich sonst Ablagerungen bilden könnten. Vorsicht ist angebracht bei gefärbten Kies mit Kunststoffummantelung, hier gibt es Vermutungen das manche Kiese Stoffe absondern.
Zur Bepflanzung eignen sich Moose, Farne sowie eine Vielzahl anderer Pflanzen. Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten können mit der Bepflanzung geschaffen werden. Neue Pflanzen aus dem Handel sollten vor dem Einsetzen ins Garnelenaquarium immer paar Tage in einem Eimer gewässert werden um eventuell vorhandene Schadstoffe (Insektizide, Pestizide) los zu werden. Ein nützlicher Nebeneffekt dieser Quarantäne ist das man eventuelle Schädlinge besser entdecken kann.
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Eine Heizung ist nicht unbedingt notwendig, je nach Standort des Beckens reicht eine Temperatur von 18-24°C aus. Höhere Temperaturen sollten auf Dauer vermieden werden.
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Als Filter kommen Innen- sowie Aussenfilter in Betracht. Die Ansaugseite der Filter sollten garnelensicher sein, so das keine kleine Garnele angesaugt werden kann. Starke Filterung ist immer von Vorteil. Durch ausreichend Filtersubstrat ist eine gute Wasserqualität gesichert. Ich verwende in Zuchtbecken gerne Mattenfilter, die bis zum 4fachen des Beckeninhaltes pro Stunde umwälzen.  
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Meine Becken werden mit Sand der Körnung 0,8-1,2mm in einer Höhe von max.2cm gefüllt, eben nur so hoch, dass die Pflanzen gerade so ausreichend Halt finden. Hiermit versuche ich Faulstellen und Ablagerungen zu vermeiden.
In reinen Zuchtbecken verwende ich den selben Sand, allerdings nur eine 0,5-1cm hohe Schicht. So kann sich nichts ablagern.  
Auf sogenannte Nähr- oder Unterböden verzichte ich gänzlich. Die eventuelle Düngung der Wasserpflanzen nehme ich nur übers Wasser vor.
Für ein 54 Liter Becken ist eine Anfangsbesatzdichte von etwa 20 Tieren zu empfehlen. Sind zu wenig Tiere im Becken, leben sie oft versteckt und lassen sich nur selten sehen.
Wasser:
Garnelen reagieren sehr empfindlich auf Kupfer und andere Schwermetalle sowie Schadstoffe im Wasser. Deshalb sollte man überprüfen ob man Kupferwasserleitungen oder alte Wasserboiler im Haus hat. Gegebenfalls einen handelsüblichen Wasseraufbereiter verwenden. Auf die Verwendung von Medikamenten, Schnecken- oder Algenvernichtungsmittel sollte auch verzichtet werden, da die meisten davon für Garnelen den Tod bedeuten.
Der Spurenelementegehalt in handelsüblichen Aquariendüngern ist bei sinnvoller Anwendung ungefährlich, ich empfehle aber mit viertelster bzw. halber vorgeschriebener Dosis zu beginnen und die Pflanzen zu beobachten.
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Die Wasserhygiene ist bei Garnelenbecken sehr wichtig, ich empfehle daher wöchentlich mindestens 25% Wasser zu wechseln.
Futter:
Allesfresser, Flock-, Granulat- und Frostfutter, Laub, Algen, Futtertabletten etc.


Laub:  trockenes Herbstlaub, (Eiche, Walnuss, Buche, etc.) mit kochendem Wasser überbrüht sollte sich immer im Becken befinden
Brennessel: getrocknet oder frisch, mit kochendem Wasser überbrüht, verfüttere ich als Hauptfutter
Fertigfutter: alle gängigen Sorten
Gefrorene Mückenlarven oder Wasserflöhe: füttere ich 1x pro Woche um tierische Proteine zu verabreichen. 
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Beim Füttern sollte man stets darauf achten, dass die Futtermenge angepasst ist und ziemlich schnell gefressen wird. Einzige Ausnahme bildet hier das oben beschriebene Laub. Dieses kann im Becken verbleiben bis es vollständig gefressen ist.
Zersetzen sich Futterreste im Becken wird die Wasserqualität verschlechtert und die Keimdichte im Aquarium steigt. Ein Zuviel an Futter kann durch entstehende Schadstoffe und Keime oft eine Ursache für das vorzeitige Ableben unserer Pfleglinge sein.


Vermehrung:
Bienengarnelen sind bei guten Bedingungen ziemlich einfach zu vermehren. Die Weibchen tragen die Eier etwa 4 Wochen unter dem Hinterleib und entlassen dann etwa 20-30 fertig entwickelte Jungtiere. Bei gut eingerichteten Aquarien werden genügend Jungtiere aufwachsen.
Eingewöhnung:
Die Eingewöhnung neuer Tiere kann mitunter problematisch sein, vor allem wenn die Herkunftswasserwerte unbekannt sind. Das einfache Einsetzen ohne Eingewöhnung hat schon manchen Totalausfall der Tiere nach sich gezogen. Die Tiere müssen sich abweichenden Wasserwerten und der Temperatur anpassen.
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Empfehlenswert ist die Tröpfelmethode. Man setzt die neuen Tiere mit dem Transport-Wasser in ein Gefäss (Eimer, Plastikschale). Mittels einem dünnen Schlauch der mit einem Hahn versehen ist, fügt man nun tröpfelnder Weise das eigene Aquarienwasser über eine halbe bis zwei Stunden hinzu, bis die 3-4 fache Wassermenge erreicht ist.
Danach kann man die Tiere umsetzen. Temperaturunterschiede von 1-2 Grad machen den Tieren beim Umsetzen nichts aus.




Wenn man bei der Haltung von Bienengarnelen einige Besonderheiten beachtet, sind die Tiere hochinteressante Pfleglinge, die durch ihr Verhalten und ihre Farbvielfalt die Herzen vieler Garnelenfreunde erobert haben.


Verschiedene Farbformen und Varianten werden auf den folgenden Seiten vorgestellt.