Vererbung Taiwan Bee

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Vererbung Taiwanbee
 (2009) 
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Anmerkung 2016:
Taiwan Bees sind mittlerweile erschwinglich geworden, trotzdem lohnt es sich mit etwas Zeitaufwand über einen Umweg einen Taiwaner Stamm heranzüchten. Dabei erhält man jede Farbform der Taiwaner je nach Farbe der verwendeten Biene.




Taiwan Bee Mischlinge bekommt man relativ preisgünstig zu kaufen, wenn man dazu den Preis für reine Taiwan Bees in Betracht zieht.
Die erste Generation (F1) der Mischlinge sehen nicht aus wie Taiwan Bees. Je nach verwendeten Eltern können sie wie normale Bienen oder Kreuzungen daraus aussehen.
Panda Bee Mischlinge
Panda x Snow White
Ich habe für meine Mischlinge ein Panda Männchen und hauptsächlich Snow White und Black Bee eingesetzt. Die daraus entstandenen Farbschläge kann man auf den Bildern sehen.
Panda x Snow     Panda x Black Bee
bunter Haufen
Wie man auf den Bildern erkennen kann, sind alle möglichen Farbschläge von weiss über Hinomaru bis hin zur normalen Black Bee dabei.
Panda Mischling weiss
Muttertier




Es gibt nun je nach Geldbeutel verschiedene Wege. Entweder kauft man eine Taiwan Bee und kreuzt sich die Mischlinge selbst zusammen, oder man kauft nur Mischlinge.






Kreuzungstabelle Taiwan Bee
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Variante 1


Man kauft eine Taiwan Bee und kreuzt mit normalen Bienen ein.
Die Nachkommen sehen nicht aus wie Pandas, tragen aber alle das Taiwan Bee Gen in sich.
Die entstehenden Jungtiere sind die F1 Generation.










Nun verpaart man diese enstandenen Mischlinge wieder mit einer Taiwan Bee.
Aus dieser Verpaarung erhält man 50% reinerbige Taiwan Bees und 50% Mischlinge mit Panda Genen.


Variante 1 stellt den schnelleren aber auch teureren Weg dar um an reinerbige Taiwan Bees zu gelangen. Man muss hierzu mindestens eine Taiwan Bee kaufen.








Variante 2


Man kauft nur Mischlinge mit Taiwan Bee Genen.
Verpaart diese untereinander und erhält 25% reinerbige Taiwan Bees, 50% Mischlinge mit Taiwan Bee Genen und 25% normale reinerbige Bienen.
Diese entstandenen Jungtiere nennt man dann F2 Generation.












Wenn man Mischlinge mit normalen Bienen kreuzt, erhält man nur Mischlinge mit Taiwan Bee Genen und normale reinerbige Bienen.
Dieser Weg führt nicht ohne Schwierigkeiten zu Taiwan Bees, da man die Träger des "Taiwan-Gens" optisch nicht unterscheiden kann.


Diese Ausführungen beziehen sich auf die theoretische Vererbungslehre. Im Einzelfall stimmt die Prozentzahl der Jungtiere nicht immer überein. Im grossen Schnitt sollten die Ergebnisse der Zucht jedoch passen.




Vorgehensweise Verpaarung F1 Mischlinge
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Die von mir angebotenen Mischlinge stammen aus Verpaarungen von einer Taiwan Bee x "normale Bee". Die daraus entstandene Generation wird als F1 bezeichnet und entspricht den Jungtieren der oberen Abbildung (Variante 1) in der oberen Kreuzungstabelle.
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Wenn man eine Gruppe dieser F1 Generation erwirbt, hat man also beste Voraussetzungen um in den Nachkommen dieser Tiere Taiwaner dabei zu haben.
Die Ausgangssituation dieser Zucht entspricht den Elterntieren der oberen Abbildung (Variante 2) in der unteren Kreuzungstabelle.
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Die zusammengestellte F1 Gruppe setzt man zusammen in ein Becken in dem sich keine anderen Bienengarnelen befinden sollten. Ansonsten läuft man Gefahr den Stamm zu vermischen und keine Taiwan Bees zu erhalten.
Die nun aus diesen Tieren entstehenden Jungtiere nennt man die F2 Generation. Laut obigen Angaben sollten ca. 25% Taiwan Bees, 25% normale Bees und 50% Mischlinge enthalten sein.
Man kann diese Jungtiere einige Zeit im Becken belassen um das sie besser aufwachsen. Auf jeden Fall müssen die Jungtiere aber unbedingt vor der Gechlechtreife entfernt werden, da man die 50% Mischlinge F2 nicht von den 25% normalen Bees F2 unterscheiden kann.
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Da ich ziemlich hochwertige Ausgangstiere zur Zucht verwendet habe, sind in den Nachkommen F2 sehr schöne Muster und Farben dabei. Ich sortiere diese F2 Generation immer in meine "normalen" Bienenstämme ein und werte damit das Genmaterial auf.
Die F2 Generation eignet sich nicht um weitere Taiwan Bees zu erzeugen, da man die Bienen ja optisch nicht unterscheiden kann. Somit sinkt die Chance auf Taiwan Bees ganz dramatisch.
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Die aus der Zucht entstandenen Taiwaner sind reinerbig und ergeben bei weiterer Verpaarung immer nur Taiwan Bees. Diese Jungtiere sortiere ich je nach Sorte in meine Taiwanbee-Stämme ein.


Kurz und knapp gesagt sollte man die erworbene F1 Ausgangs-Generation also immer für sich lassen, alle anfallenden Jungtiere entfernen und einsortieren und dafür sorgen, dass sich niemals eine "normale" Biene einkreuzen kann.
Hält man dies peinlichst ein, dann kann man sich ziemlich gut einen Taiwaner-Stamm aufbauen und hat noch den tollen Nebeneffekt, dass genug schöne Bienen zur Aufwertung der vorhandenen Stämme anfallen.


Viel Spass und gutes Gelingen bei der Zucht!