Kardinalsgarnelen

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Sulawesi Garnelen 
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Unter Sulawesi-Garnelen versteht man verschiedene Garnelenarten die auf Sulawesi unterschiedliche Gewässer bewohnen. Es sind natürliche Arten, also keine Zuchtformen.
Die für die Aquaristik interessanten Tiere haben alle was gemeinsam: sie benötigen eine hohe Temperatur von 28-30 Grad und einen hohen PH Wert von 7,5-8,5 und dabei doch recht weiches Wasser von GH 6-10. Das Wasser dieser Herkunftsgebiete weicht sehr stark vom normalen Süßwasser ab und hat ein völlig abweichendes Calcium-Magnesiumverhältnis, deshalb funktioniert Leitungswasserhaltung meist nicht.
Die optimalen Haltungsbedingungen erreicht man durch eine Beckeneinrichtung mit Steinen, sehr guter Filterung und geeigneten Wasser. Auf Pflanzen wird fast ganz verzichtet da die Tiere eher auf felsigen und steinigen Boden leben. Wer möchte kann etwas Hornkraut oder eine Anubia einbringen.
Die Tiere sind am besten in einem Artenbecken aufgehoben welches 54 Liter Inhalt haben sollte, obwohl es in kleineren Becken auch funktioniert.  
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Kardinalsgarnele
Caridina dennerli



Grösse: ca.2cm
Temperatur: 28-30 Grad
PH Wert: über 7 bis 8,5
KH: 3-5
GH: 6-10

Geschlechtsunterschied kaum zu erkennen, geringe Jungtieranzahl pro Wurf, Junge werden nach 3-4 Wochen als fertige Garnele entlassen.
Kardinalsgarnele hellrot
Die Kardinalsgarnele zählt zu den einfacher zu pflegenden Sulawesi-Garnelen, jedoch sollte man das nicht unterschätzen und den Tieren auf jeden Fall optimale Bedingungen bieten.
Kardinalsgarnele mittel rot
Kardinalsgarnele dunkel rot
Bei den Tieren gibt es unterschiedliche Färbungen, manche sind etwas heller und andere sind dunkel-weinrot. Die rote Grundfarbe ist mit strahlenden blauweissen Punkten übersät und die weissen Antennen sowie Scheren runden das Erscheinungsbild dieser Garnele ab. Es ist schon ein Augenschmaus wie die Tiere unermüdlich mit ihren weissen Scheren alles pausenlos abweiden und sich dabei "huschend" bewegen.
Die Kardinalsgarnele ist ein Gruppentier, deshalb ist es vorteilhaft gleich eine grössere Tieranzahl zu erwerben. Ich habe 40 Tiere gekauft und konnte dadurch keine Scheu feststellen wie diese von so manchen Halter berichtet wird.



Diese 40 Tiere zogen in ein gut eingelaufenes 25 Liter Becken ein, obwohl ich so kleine Becken garnicht mag.
Hintergrund war aber der, dass ich ein Becken notfalls zur Reserve hatte falls was schiefgehen sollte. So teilte ich ein 60 Liter Becken mit einer eingeklebten Glasscheibe in zwei vollkommen getrennte Abteile. Ausgestattet wurden die Abteile mit Mattenfiltern und knapp 1cm schwarzen Sandboden sowie paar schwarzen Kieselsteinen. Der Mattenfilter ist mit einer 200l/h laufenden Tauchpumpe ausgestattet.
Verwendet wird meine eigene Mineralsalzmischung für Kardinalsgarnelen welche ich schon lange Zeit vorher auf Kundenwünschen basierend entwickelt hatte. 
Es gab keinerlei Verluste und ich hatte nach 14 Tagen schon 7 tragende Damen.
25 Liter Abteil
beeindruckend lange Antennen
Getümmel am Futterplatz
Die Tiere nahmen sofort bereitwillig grüne Futterflocken an und versammeln sich nach kurzer Zeit an der Futterstelle. Man sieht auf den ersten Blick nur ein Gewimmel von Tieren die mit ihren langen, weissen Antennen durchs Wasser peitschen.
Endgültiges Becken, 2x60Liter netto, geteilt

Wenn sich genug Tiere vermehrt haben und der Trupp gross genug ist werden die Kardinäle ihr neues Heim beziehen. Dieses Becken hat durch eine Glasscheibe getrennt zwei Abteile mit jeweils 60 Liter Nettoinhalt. Das Setup entspricht dem kleinen 25 Liter Becken. Ein Abteil bleibt vorerst in Reserve falls Probleme entstehen.

Eines haben aber alle Becken gemeinsam.....es wollen einfach keine Algen in Form eines Grünbelages wachsen. Wahrscheinlich braucht man das aber auch nicht, denn die Tiere entwickeln sich prächtig und es kommen immer mehr Junge hinzu. Ich füttere momentan täglich 2x sehr geringe Mengen grüne Futterflocke. 

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